Ujjay Atem

Eine wertvolle Unterstützung in Deiner Yoga-Praxis

Atem als Einstieg in die Meditation 🕉️

Während Du in der ‘Kobra’ 🐍 weilst, könntest Du die Hände von der Matte hochheben – und nur den Rücken arbeiten lassen.. Das ist streng! Du möchtest dem ersten Impuls vielleicht gerne nachgeben, losprusten, schneller atmen, aber das würde Dich ins Wanken bringen und aus der Stabilität hinaus katapultieren. Wir haben dann den Ujjay Atem gemacht.. Diese Atemtechnik fokussiert vor allem auf das Hals-Chakra (es gibt verschiedene Atemtechniken, die jeweils auf die verschiedenen Chakren zielen, wie Bauch, Herz, Stirn, Scheitel, Wurzel- oder eben beim Udhjay das Halschakra, um so dieser Stelle mehr Fokus, Energie und Konzentration zu zuzuführen). Beim Ujjay-Atem geht es vor allem um den Halsverschluss, das Jalandhara Bandha : wir verengen den Hals, dadurch wird die Luft etwas zurückgehalten und langsamer durchgelassen, wie wenn man durch ein sehr enges Röhrchen etwas stärker saugen oder pressen müsste ( wo durch ein weites Röhrchen weniger Widerstand zu spüren wäre).

Oft stellt sich dies bei Yogis, die regelmässig mit dem Atem praktizieren, von selber ein. Unter anderem daran erkennt man erfahrenere Yogis. Sie verengen beim Ausatmen den Hals, dadurch verlängert sich das Ausatmen, was die Entspannung fördert, Fokus für die Asana erzeugt und mit der Reibung im Halschakra zusätzlich Energie freisetzt. Dabei ensteht dieses typische Hauchen im Halsbereich. Daher wird das auch oft ‘Ocean Breath’ genannt, wie das Rauschen des Meeres. Mit der Zeit kann sich dieses Rauschen und diese Verengung auch beim Einatmen einstellen, quasi als Stufe zwei. So kann man einen Atemzyklus bedeutend verlängern. Das braucht meist etwas Übung. Im Idealfall atmen Yogis über die Nase ein & aus. Man spürt eine Energetisierung und Belebung im ganzen Körper – beim Einatmen auch eine sanfte Stimulation und Kühlung der Rückseite des Halses & der Oberseite der Stirnhöhle, und beim Ausatmen eher der Vorderseite des Halses, wenn man aufmerksam hineinspürt. Diese Atemtechnik hilft Dir bei der Meditation, um hineinzufinden, um Fokus zu halten und beim Körper zu bleiben; gerade bei fortgeschrittenen anspruchsvollen Asanas auch eine zusätzliche Hilfe für die bewegte Meditation den Atem zu verfeinern, nicht mit Heftigkeit, sondern mit längerem aber doch feinem Atem noch mehr Vertiefung und Festigkeit zu finden. Im etwas anspruchsvollen kräftigen Ashtanga Yoga gehört diese Atemweise standardmässig dazu.

Für die Praxis setze Dich im Schneidersitz auf den Boden oder auf ein Meditationskissen. Halte den Rücken aufrecht und gerade & bringe Deine Finger ins Chin Mudra. Verenge beim Ausatmen den Hals und lasse das charakteristische Hauchen oder Rauschen ertönen, atme dabei durch die Nase ein & aus. Atme so 4 bis 8 Minuten lang weiter und spüre nach. Es entspannt die Nerven, reinigt die Lungen, weitet den Atem, bringt Festigkeit in den Körper, beim Ausatmen erzeugt es Reibung und dabei Wärme resp. Energie im Körper. Hilft bei Migräne oder Schnarchen, stärkt Kommunikation und Ausdruck (Hals-Chakra).. In der Asana hilft Dir Ujjay zudem, Festigkeit oder ‘sthira’ in den Körper zu bringen.

Versuche es in Deiner nächsten Praxis mal intensiv einzubinden. Om Shanti 🕉️

Veröffentlicht von patricwestyoga

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